Worauf Sie beim Volkswagen Golf achten sollten
CarnadoCarnado-Team
Der Golf wird in ganz Europa verkauft, gebrauchte gibt es also viele, auch in Deutschland und Österreich. Die Auswahl ist groß, groß ist aber auch die Vielfalt an Motoren und Getrieben, und davon hängt ab, worauf man achten sollte. Das ist ein allgemeiner Überblick über Schwachstellen, die unter Besitzern besprochen werden. Verstehen Sie ihn nicht als Statistik, sondern als Fragenliste für den Verkäufer. Prüfen Sie jedes konkrete Auto immer anhand der Checkliste vor dem Kauf.
Generationen. Auf dem Gebrauchtmarkt finden sich heute vor allem Golf V (2003–2008), Golf VI (2008–2012), Golf VII (2012–2020) und Golf VIII (ab 2019). Technisch sind Golf mit Octavia, Leon und A3 verwandt, ein Teil der Hinweise gilt also auch für sie.
Benzinmotoren.
- Der Golf V bot die Direkteinspritzer FSI. Bei ihnen bilden sich mit der Zeit Ablagerungen an den Einlassventilen, die sich durch unrunden Lauf und höheren Verbrauch zeigen.
- Beim Golf VI treten bei einem Teil der Motoren 1.4 TSI, besonders bei den Versionen mit Kompressor und Turbo zugleich, Probleme mit Kolben und Steuerkette auf. Beim 1.2 TSI mit Kette längt sich diese ähnlich wie bei den Škoda. Hören Sie auf den Kaltstart und fragen Sie nach der Reparaturhistorie.
- Der Golf VII hat eine neuere Motorenreihe mit Zahnriemen, die besser bewertet wird. Bei neueren Benzinern achten Sie auf Kühlmittelverlust am Kunststoffgehäuse der Wasserpumpe und am Thermostat.
Diesel. Der 1.9 TDI und der 2.0 TDI mit Pumpe-Düse-Einheiten (Golf V) sind heute vor allem ältere Autos mit hohem Kilometerstand. Die neueren 1.6 TDI und 2.0 TDI Common Rail sind verbreitet. Die Schwachstellen ähneln denen anderswo: der Partikelfilter bei Stadtautos, das AGR-Ventil, die Einspritzdüsen und das Zweimassenschwungrad, das sich mit Vibrationen und Klopfen beim Anfahren meldet. Beim Golf VIII und anderen neueren Dieseln mit AdBlue fragen Sie, ob das System Fehler gemeldet hat.
DSG. Das Siebengang-DSG mit Trockenkupplungen (bei schwächeren Motoren) macht bei einem Teil der Autos Probleme mit Mechatronik und Kupplungen. Das Sechs- und das Siebengang mit Nasskupplungen braucht regelmäßigen Ölwechsel. Probieren Sie bei der Probefahrt Anfahren, langsames Kriechen im Stau und Rückwärtsfahren aus. Ruckeln und Stöße dürfen nicht auftreten.
Elektronik. Beim Golf VIII beklagen sich manche Besitzer über Softwarefehler beim Infotainment und der Touch-Bedienung. Neuere Softwareversionen lösen einen Teil der Probleme, fragen Sie also, ob das Auto Updates bekommen hat. Bei älteren Golf probieren Sie Fensterheber, Türschlösser und Klimaanlage aus.
Karosserie. Golf sind gut gegen Rost geschützt, ältere Exemplare können aber Rost an Türkanten, Kofferraumdeckel und in den Radläufen haben. Schauen Sie, ob es in den Innenraum hineinregnet. Verstopfte Abläufe unter der Frontscheibe oder dem Schiebedach können Feuchtigkeit im Auto und Probleme mit der Elektronik verursachen.
Golf aus dem Ausland. Viele Angebote stammen aus Importen. Prüfen Sie, ob die Wartungshistorie lückenlos ist und das Auto keinen Unfall hatte.
Aktuelles Angebot und Preise. Wie viele Golf gerade im Angebot sind und zu welchem Preis, zeigt die Seite Gebrauchter Volkswagen Golf. Für den Vergleich mit dem Ausland wählen Sie in der Suche auch andere Länder aus.
Haben oder hatten Sie einen Golf? Schreiben Sie Generation, Motor, Getriebe und Kilometerstand und was kaputtgegangen ist. Anderen hilft auch die Angabe, wie viel die Reparaturen gekostet haben.


