Worauf Sie beim Opel Astra achten sollten
CarnadoCarnado-Team
Der Astra gehört zu den günstigeren Gebrauchten in der Kompaktklasse. Für dasselbe Geld wie bei Octavia oder Golf bekommen Sie oft ein jüngeres Auto oder bessere Ausstattung. Deshalb lohnt es sich zu wissen, wie sich die Generationen und Motoren unterscheiden. Das ist ein allgemeiner Überblick ohne Anspruch auf Statistik: Stellen, auf die man bei der Besichtigung schauen sollte, und Fragen an den Verkäufer. Prüfen Sie jedes konkrete Auto immer anhand der Checkliste vor dem Kauf.
Generationen. Astra G (1998–2004), H (2004–2010), J (2009–2015), K (2015–2021) und L (ab 2021, technisch schon aus dem Stellantis-Konzern). Am häufigsten gebraucht angeboten werden H, J und K.
Benzinmotoren.
- Die Saugmotoren 1.4 und 1.6 sind die gängigsten. Bei einem Teil der 1.6 gibt es Probleme mit der Ventilsteuerzeitenverstellung (Verstelleinheiten und Ventile an den Nockenwellen), die sich durch Geräusche und unrunden Lauf zeigen. Bei höherer Laufleistung fragen Sie auch nach dem Ölverbrauch.
- Der 1.4 Turbo und der 1.6 Turbo (Astra J und K) sind verbreitet. Achten Sie auf Öl- und Kühlmittelverlust und den Zustand des Turboladers, fragen Sie nach regelmäßigem Ölwechsel.
- Der Dreizylinder 1.0 Turbo im Astra K ist sparsam, bei neueren Motoren achten Sie auf das Wechselintervall des Zahnriemens laut Serviceplan.
Diesel. Der 1.7 CDTI und der 2.0 CDTI (Astra H und J) haben die für Diesel ihres Alters typischen Schwachstellen: AGR-Ventil, Partikelfilter, Einspritzdüsen und Zweimassenschwungrad. Beim 2.0 CDTI gibt es teils auch Ölverlust und Probleme mit der AGR-Kühlung. Der 1.6 CDTI im Astra K wird besser bewertet. Kurze Stadtfahrten bekommen dem Partikelfilter nicht.
Getriebe. Das automatisierte Schaltgetriebe Easytronic (Astra H) macht bei einem Teil der Autos Probleme mit dem Schalten und der Kupplung, und die Reparatur kann teuer werden. Eine klassische Automatik ist meist die zuverlässigere Wahl. Bei Handschaltern hören Sie auf die Getriebelager, die sich durch Brummen melden, und probieren Sie alle Gänge aus.
Elektronik. Beim Astra J und K probieren Sie alles aus, was im Auto ist: Infotainment, Display, Parksensoren, Kameras, Klimaanlage, elektrische Fensterheber. Gelegentliche Elektronikfehler nennen Besitzer verschiedener Generationen. Funktioniert etwas nicht, fragen Sie, ob es schon behandelt wurde.
Karosserie. Ältere Astra G und H können Rost haben, typischerweise an Radläufen, Schwellern, unteren Türkanten und am Kofferraumdeckel. Schauen Sie auch unter das Auto. Beim Astra J und K ist die Karosserie meist in besserem Zustand, beim Kombi prüfen Sie aber, ob es in den Kofferraum hineinregnet.
Fahrwerk. Hören Sie bei der Probefahrt auf Klopfen an der Vorderachse und achten Sie darauf, ob das Auto die Spur hält. Bei günstigeren Autos sind Silentblöcke und Gelenke oft verschlissen.
Preis. Der Astra ist im Angebot meist günstiger als ein gleich alter Octavia oder Golf, prüfen Sie das aber an vergleichbaren Autos. Wie viele Astra gerade im Angebot sind und zu welchem Preis, zeigt die Seite Gebrauchter Opel Astra, die Preisentwicklung finden Sie in den Preistrends.
Fahren Sie einen Astra? Schreiben Sie Generation, Motor, Getriebe und Kilometerstand und was kaputtgegangen ist. Erfahrungen mit CDTI und Easytronic sind willkommen.

